Frauen I: HSG Mörlen – HSG Fernwald 22:28 (10:15)

Letztes Auswärtsspiel der Saison bedeutet auch: vorerst die letzte Autofahrt, die letzte fremde Kabine und das letzte Rätselraten darüber, wo eigentlich das Auswärtsteam hinmuss. Die Damen der HSG Fernwald ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und verabschiedeten sich mit einem verdienten 28:22-Sieg bei der HSG Mörlen von der Saison 2025/26.

Der Start gehörte noch den Gastgeberinnen, die nach 33 Sekunden offenbar zeigen wollten, dass sie ebenfalls hellwach in der Halle angekommen waren. Doch Fernwald antwortete schnell und dann ziemlich konsequent. Besonders Leonie Wolf hatte offenbar beschlossen, dass ein ruhiger Sonntag nichts für sie ist und warf sich mit 8 Toren zur erfolgreichsten Werferin des Spiels. Vom Siebenmeterpunkt war sie dabei so sicher, dass man fast dachte, sie hätte vorher heimlich die Flugbahn berechnet. Auch Alisha Heimroth war in Torlaune und netzte sechsmal ein, inklusive einer frühen Zwei-Minuten-Strafe (Man muss ja schließlich auch mal nach dem Rechten auf der Bank schauen). Gemeinsam mit dem Rest des Teams sorgte Fernwald bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse. Aus einem knappen 2:2 wurde zwischenzeitlich ein komfortables 3:9. Zur Pause führte Fernwald verdient mit 15:10. Nach dem Seitenwechsel versuchte die HSG Mörlen noch einmal alles, doch Fernwald blieb standhaft. Beim Stand von 15:24 war der Vorsprung zwischenzeitlich auf neun Tore angewachsen, spätestens da war klar: Der Auswärtssieg wollte unbedingt mit nach Fernwald fahren und hatte vermutlich schon den Sicherheitsgurt auf dem Beifahrersitz angelegt. Zwar wurde es in den letzten Minuten nochmal etwas hektischer, inklusive Zeitstrafen und kleinerer Chaosmomente aber am Ende blieb ein verdienter Sieg, zwei Punkte und die Erkenntnis, dass man sich aus fremden Hallen am schönsten mit einem Erfolg verabschiedet.

Liebe Auswärtshallen dieser Saison: Es war schön mit euch- mal war das Licht zu dunkel, mal der Hallenboden zu rutschig und manchmal der Schiri schuld, aber ab jetzt heißt es: Es war uns ein Fest, bis zum nächsten Mal! Ein großes Dankeschön geht außerdem an Manu und Julius, die das Team beim letzten Auswärtsspiel unterstützt haben. Ob taktische Ansagen, Motivation von der Seitenlinie oder einfach starke Nerven, ihr wart ein wichtiger Teil dieses erfolgreichen Sonntags. Danke für euren Einsatz!