Auswärts nichts zu holen- Fernwald verliert 30:20 gegen den TUS Vollnkirchen
Die HSG Fernwald hat am Samstag in Vollnkrichen ein Spiel abgeliefert, das man am besten in zwei Kategorien einordnet:
1. Die erste Halbzeit: gar nicht schlecht
2. Die zweite: ausbaufähig
Der Start war überraschend stabil. Fernwald ging mit 5:3 in Führung und zeigte, dass man durchaus weiß, wo das Tor der Gegnerinnen steht. Leider hielt dieses Wissen nicht durchgehend an. Es folgte eine Phase, in der Vollnkirchen alles traf und Fernwald alles ausprobierte. Pässe ins Nirgendwo, Abschlüsse mit Streuungsradius eines Überschallknalls und eine Abwehr, die oft einen Schritt zu spät war. Das Ergebnis: Aus einer Führung wurde ein Rückstand. Zur Pause stand es dann 10:14. Jedoch hatte man bis dahin noch das Gefühl, dass man aus diesem Spiel mit mehr rausgehen könnte.
Nach der Halbzeit dann der klassischen Versuch, das Spiel nochmal einzufangen. Beim 16:13 war man kurz dran, jedoch entschied sich das Spiel, andere Pläne als die Mannschaft zu haben. Vollnkirchen machte weiter Druck, Fernwald sammelte lieber Zeitstrafen und verpasste somit den Abstand nochmals zu verkürzen. Den kuriosen Höhepunkt gab es dann kurz vor Schluss: Durch mehrere Unterzahlsituationen stand Fernwald zwischenzeitlich nur noch mit drei Feldspielerinnen auf dem Feld. Eine Formation, die man so eher selten trainiert und taktisch eher mutig ist. Dass das Ganze am Ende nicht komplett aus dem Ruder lief, lag vor allem an Torfrau Lilly Reuß, die hinten mehrfach stark parierte und der Mannschaft sprichwörtlich den Allerwertesten rettete. Am Ende stand trotzdem ein deutliches 20:30 auf der guten alten Punktetafel mit Klappzahlen. Trotz allem zeigte sich die Mannschaft als eine Einheit und spielte sichtlich mit Spaß zusammen!